
Dieser Artikel beantwortet auch die Frage, warum du immer wieder denselben Partner anziehst und was deine Chakren damit zu tun haben. Oder warum du vor lauter Disziplin deine Leichtigkeit verlierst. Oder warum dauerhafte Existenzsorgen dich so an die Substanz gehen, während Männer hier viel robuster scheinen.
Die Polarität der Chakren: Warum Mann und Frau ihre Energie unterschiedlich leben
Jedes Chakra hat eine Polarität: In manchen Zentren ist die Frau im Plus, in anderen der Mann. Wer das versteht, versteht plötzlich, warum Gespräche zwischen Mann und Frau so oft aneinander vorbeilaufen. Und warum sich manche Beziehungsmuster immer wiederholen.
Die meisten Chakra-Bücher beschreiben die sieben Zentren, als wären sie bei allen Menschen gleich. Was fast immer fehlt, ist die Frage: Wie fließt die Energie, wenn ich als Frau inkarniert bin, und wie, wenn ich als Mann inkarniert bin?
Vorab: Es geht nicht um Rollenbilder, sondern um Energiedynamiken.
Zwei Schlangen, ein Stab
Die Grundlage sind zwei Energiekanäle aus der yogischen Tradition: Ida, der weibliche, mondhafte Kanal, und Pingala, der männliche, sonnenhafte. Sie treffen sich im Wurzelchakra und schlängeln sich um den zentralen Kanal Sushumna nach oben, wie die zwei Schlangen am Hermesstab. Von Chakra zu Chakra wechselt dabei, welcher Pol im Vordergrund steht.
Plus und Minus: Das Gebende und das Empfangende
In jedem Chakra ist ein Pol im Plus, also gebend und nach außen gerichtet, der andere im Minus, eher empfangend. Minus bedeutet nicht schwächer. Es beschreibt eine Richtung, keine Wertigkeit.
Mann und Frau ziehen sich an wie Plus und Minus, zusammen ergeben sie 100 Prozent. Das hat eine spannende Konsequenz: Wer in einem Chakra nicht in seiner eigenen Polarität lebt, zieht einen Partner an, der diese fehlende Rolle für ihn übernimmt. Dann lebt keiner von beiden mehr ganz seinen eigenen Pol, und genau das spürt man auf Dauer in der Beziehung.
Die sieben Chakren im Schnelldurchlauf
- Wurzelchakra: Der Mann ist im Plus. Hier geht es um das Existenzielle: Stärke, Halt, Sicherheit und das Versorgende, auch in materieller Hinsicht.
- Sakralchakra: Die Frau ist im Plus. Hier geht es um Gefühl, Intuition und darum, ein Zuhause zu schaffen: emotional, aber auch ganz konkret, indem sie es sich und anderen schön macht.
- Solarplexus: Der Mann ist im Plus. Hier geht es um Kraft, Macht und darum, sich in der Welt zu behaupten. Der Mann entscheidet sich eher fürs Ich, die Frau eher fürs Wir.
- Herzchakra: Die Frau ist im Plus. Hier geht es um das Nährende des Herzens, um Empathie, Geben und Empfangen. Die Frau entscheidet oft aus dem Herzen heraus, der Mann lebt hier eher Präsenz.
- Halschakra: Der Mann ist im Plus. Hier geht es darum, die eigene Lebensvision auszuformen, auszudrücken und in die Welt zu bringen. Man wird zum Mitgestalter des eigenen Lebens.
- Drittes Auge: Die Frau ist im Plus, ihre Wahrnehmung ist oft stark nach außen gerichtet. Der Mann schaut eher nach innen.
- Kronenchakra: neutral. Hier gibt es keine Polarität mehr, es ist die Verbindung zum Göttlichen.
Das Plus wechselt also von Chakra zu Chakra, wie ein Atemrhythmus, der in der Krone zur Ruhe kommt.
Und was bedeutet das für dich?
Spannend wird es, wenn man dieses Wissen auf das eigene Leben legt. Zum Beispiel bei diesen Fragen:
- Warum ziehe ich immer wieder denselben Typ Partner an?
- Warum macht mein Partner dicht, sobald ich emotional werde, obwohl er selbst das Gespräch gesucht hat?
- Warum fühle ich mich in einer Beziehung trotz tiefer Verbundenheit nicht sicher?
- Welche Frage hast du?
So zeigt sich die Polarität in der Beziehung
Ein paar Beispiele zeigen, wie konkret das Modell im Alltag wird.
Sicherheit beginnt unten.
Ein Mann, der im Wurzelchakra nichts anbietet, keinen Halt, keine Verlässlichkeit, keine Großzügigkeit, kann dir auf Dauer kein Gefühl von Sicherheit geben. Daran ändert auch die schönste Seelenverbindung nichts. Ob er beim ersten Date selbstverständlich die Rechnung übernimmt, ist deshalb weniger altmodisch, als es klingt.
Ein Zuhause, das nichts mit Deko zu tun hat.
Im Sakralchakra lädt die Frau, energetisch gesehen, in ein emotionales Heim ein. Gemeint ist keine schön eingerichtete Wohnung, sondern die innere Haltung: Ich möchte etwas geben, nicht nur etwas bekommen. Fehlt dieses Zuhause, rutscht der Mann leicht in den weiblichen Part und das Gleichgewicht gerät ins Wanken.
Ich und Wir.
Im Solarplexus entscheidet sich der Mann in letzter Instanz meist für seinen eigenen Weg, die Frau eher für das Gemeinsame. Wer das weiß, nimmt es nicht mehr persönlich, wenn der Partner „sein Ding“ macht. Und erkennt zugleich, wo man sich als Frau vielleicht selbst zu klein hält.
Wenn Nähe plötzlich abprallt.
Viele Frauen erleben, dass ein Mann sie emotional sucht, ihnen sein Herz ausschüttet und im nächsten Moment auf Abstand geht. Das hat oft wenig mit Ablehnung der Person zu tun. Sie spricht aus dem Wir und aus dem Gefühl, er versucht gerade, sein Ich zu behaupten. Bei Söhnen ist es übrigens ähnlich: Wer sie anspricht wie eine beste Freundin, erlebt oft, dass sie zumachen.
Wer gibt hier eigentlich wie viel?
Gibst du in einer Verbindung deutlich mehr als der andere, lohnt sich ein ehrlicher Blick. Statt das Ungleichgewicht auszugleichen, darfst du es einmal stehen lassen und spüren. Oft zeigt sich dann ganz von selbst, ob es wirklich passt.
Und wenn es knistert wie verrückt?
Starke Anziehung und das Gefühl, endlich den Seelenpartner gefunden zu haben, sind nicht immer ein gutes Zeichen. Oft fühlen wir uns gerade zu den Menschen so stark hingezogen, die unsere alten Wunden berühren. Zum Beispiel zieht jemand, der Angst vor Ablehnung hat, genau den Partner an, der sich immer wieder entzieht. Das fühlt sich vertraut an wie Verliebtsein, wiederholt aber im Grunde nur ein altes Muster.
Und vielleicht kennst du auch diese Fragen:
- Warum fühle ich mich zu Männern hingezogen, die emotional nicht greifbar sind?
- Warum habe ich das Gefühl, mehr geben zu müssen, um das zu bekommen, was mir eigentlich zusteht?
- Wie erkenne ich, ob ich mich für jemanden verbiege oder mich wirklich weiterentwickle?
- Warum ist die Leidenschaft verschwunden, obwohl wir uns doch so gut verstehen?
- Warum fühle ich mich in meiner Beziehung manchmal mehr wie seine Mutter als wie seine Partnerin?
- Warum kommt er nicht in seine männliche Kraft? (Ich liebe ihn doch so??)
Doch nicht nur in partnerschaftlichen Beziehungen zeigt sich diese Polaritäten. Auch im Berufsleben ist sie allgegenwärtig. Hier stellst du dir vielleicht Fragen wie diese:
- Warum brennt mich meine Karriere so aus und wie finde ich wieder meine Leichtigkeit?
- Warum komme ich mit meinen Talenten nicht richtig raus, obwohl ich so viel zu geben habe?
- Warum werde ich im Job immer wieder zurückgewiesen, gerade dann, wenn ich mich öffne?
- Wie kann ich mich beruflich durchsetzen, ohne dabei hart zu werden und meine Weiblichkeit zu verlieren?
Viele sogenannte psychologische Themen sind im Kern energetische Muster im Kreislauf der Chakren. Wo genau sie bei dir sitzen und wie du wieder in deine stimmige Polarität findest, ist sehr individuell.
Wenn du neugierig geworden bist oder gerade in einem Thema „hängst“, nimm gerne Kontakt zu mir auf. Dann schauen wir uns das gemeinsam an.
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