Western Yoga Augsburg

Western Yoga? What’s that? Ganz einfach, Yoga im Westen. Und manchmal kann es auch ziemlich nerven. Das VIP Behaviour, das Ommm-shanti-shanti-ich-kann-bald-übers-Wasser-laufen, all das. Ja, all das nervt mich manchmal. Nicht aber das neue, also Western Yoga an sich.

Die ein oder anderen Yogis kritisieren zwar oft, dass das hier im Westen praktizierte Yoga zum Teil wenig mit dem ursprünglichen Yoga zu tun hat. Doch muss das eigentlich schlecht sein? Ich bin eine leidenschaftliche Neuzeit-Yogini. Dabei interessiere ich mich für die Wurzeln des Yogas, doch weiß ich die moderne Ausrichtung hierzulande sehr zu schätzen. Warum auch nicht? So passt sich doch auch alles andere unserem modernen Leben an und damit auch uns. Warum darf sich auch Yoga nicht genauso weiter und mit uns mit entwickeln? Deswegen kann man sich trotzdem immer wieder zurück erinnern, was Yoga eigentlich tut:

Uns und unseren Körper optimal auf die Meditation vorzubereiten und auf dem Weg zur vollen Bewusstwerdung führen.

(Bitte korrigiert mich, wenn ich da was falsch verstanden habe.)

Moderne Yoga-Stile machen Yoga bunt!

Denn gerade die Vielfalt, die sich daraus ergibt mit ihren unterschiedlichen Yoga-Stilen, hat für fast jeden und jede Stimmung das Passende im Angebot. Egal ob du eher die Entspannung suchst, dich moderat bewegen oder gar ins Schwitzen kommen willst. Egal ob du die spirituelle Erfahrung in den Vordergrund stellst und mit aktiven Meditationsübungen deinen Geist beruhigen willst. Angefangen von den ursprünglichen Formen wie Hatha Yoga und Kundalini Yoga über Ashtanga als Urmutter des modernen Yogas bis hin zu neuen Yogaformen wie Anusara und Iyengar. Dabei ist diese Liste noch längst nicht vollständig. Selbst wenn du mit deinem Partner ähnlich wie beim Paartanz miteinander diese Erfahrung machen willst, lernst du im sogenannten Partneryoga (bzw. speziellen Acro Yoga mit akrobatischen Halteübungen) sowohl die bewusste Verbindung als auch das Vertrauen zu deinem Partner zu vertiefen.

Für mich persönlich bedeutet das, dass ich mir meine Yogaklassen oft nach Stimmung aussuche. Letztens wollte ich zum Beispiel mal einfach etwas Neues ausprobieren. Eine Woche später fand ich mich im Yogatuch wieder: Aerial Yoga, was beschrieben wurde mit „Besser als Fliegen!“ Okay, ich hatte zwar erst mal eher mehr damit zu tun, nicht abzustürzen, dennoch kam der Spaß und die doch akrobatische Erfahrung nicht zu kurz. Warum muss auch immer alles so ernst, auf Leistung getrimmt oder superspirituell sein? Also, nicht falsch verstehen, ich bin offen und gebe mich dem, was Yoga eigentlich mit uns tut, hin. Hinsichtlich der spirituellen Erfahrung. Doch gleichzeitig möchte ich Yoga in mein modernes Leben integrieren. In dem es eben Handys gibt, ich keine indischen Götter anbete und manchmal fernab von jeder Disziplin einfach Spaß haben will. Dass mein Körper und mein Geist dabei fit bleiben, ist das Beste überhaupt.

Western Yoga Lifestyle verändert dein Leben!

Yoga ist für mich Lifestyle, weil ich es lebe. Weil ich es in mein Leben integrieren kann. Meine Freizeitaktivitäten beibehalten kann, meinen Beruf und alles was sonst noch dazugehört. Und gleichzeitig lenkt mich Yoga. Seither habe ich angefangen, meinen Körper besser wahrzunehmen, mich zu akzeptieren und gelassener zu werden. Mein Konsumverhalten und auch die Art und Weise, wie ich Themen im Leben begegne und mich ernähre, haben sich seither verändert. Yoga ist deshalb für mich kein Sport, zu dem ich mich einmal in der Woche aufraffen muss. Es ist tägliche Routine. Yoga ist bunt, mit allem, was es zu bieten hat. Yoga verbindet Menschen, die für dasselbe offen sind und zum Yoga oder auf Veranstaltungen zusammenkommen. Yoga verändert Denkmuster und hilft von alten Gewohnheiten abzulassen. Wirklich, dass ich seither öfter lieber meine yogischen Atemübungen mache, anstatt einer dieser alten Muster oder Ablenkungen zu verfallen, ist kein Witz.

Einfach mal ausprobieren, das Western Yoga!